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UMWELTLEXIKON

Prof. Dr. Ernst Beier
(1927-2011)

Ernst Beier wurde 1927 in Kamen/Westf. geboren.

Während seiner Lehre zum Chemielaboranten auf einem Benzinsynthesewerk nahm er 1943 am Reichsberufswettkampf teil und wurde in das Begabtenförderungswerk des Deutschen Volkes aufgenommen. Aus dem Kriegsdienst an der Ostfront kehrte er 1945 verwundet zurück.

1946 - 1949 besuchte er die staatliche Ingenieurschule Essen, die er als Chemie-Ingenieur verliess. Nach Erlangen der Hochschulreife und betrieblicher Tätigkeit auf einer Kokerei absolvierte Beier bei der Bergschule Bochum eine Ausbildung zum Steiger.

Von 1952 - 1957 studierte er an der Technischen Hochschule Aachen und schloss das Studium als Dipl. Chemiker ab. Während einer sechsjährigen Tätigkeit als Bergschullehrer in Bochum promovierte er 1962 zum Dr. rer. nat. mit dem Thema: Oxydation von Steinkohlen beim Lagern an Luft.

Nach seiner Promotion lehrte Beier als Oberbaurat an der Ingenieurschule für Bergwesen in Bochum.

Von 1971 bis zu seiner Pensionierung 1991 war er Professor für Chemie, Chemische und Thermische Verfahrenstechnik an der FH Bergbau, Bochum.
1972 wurde er dort zum Dekan des Fachbereiches Verfahrenstechnik gewählt, 1976 zum Rektor.

Von 1986 bis 1989 leitete er das Institut für Chemie der Westfälischen Berggewerkschaftskasse. Für seine ehrenamtlichen Tütigkeiten verliehen ihm der Ring Deutscher Bergingenieure RDB sein Goldenes Ehrenzeichen und der Verein Deutscher Ingenieure VDI seine Ehrenplakette und seine Ehrenmedaille. Im Jahr 2002 verlieh ihm der VDI darüber hinaus für seine wissenschaftlichen Arbeiten über die Oxidation von Steinkohlen sein Ehrenzeichen.

Der Bundespräsident zeichnete ihn im Jahr 2001 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Beier veröffentlichte 65 fachliche Aufsätze, gab das Buch " Die historische Entwicklung des Ruhrgebiets" heraus, schrieb die Bücher "Umweltwörterbuch" (1991), "Umweltlexikon für Ingenieure und Techniker" (1994), "Als das Kohleöl noch floss" (1999) und "... der kommt doch aus den Zechenhäusern!" (2001), „Vom Bergschüler zum Bergschullehrer“ (2004) und seine Autobiographie „Ein Leben im Revier“ (2006).