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Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne

Der Aufstieg der Stromkonzerne beginnt mit drei genialen Unternehmern: Werner Siemens, Erfinder des Dynamos, Walter Rathenau, Gr?nder der AEG, und Hugo Stinnes, Zechenerbe, der mit einem genialen Coup das Rheinisch-Westf?lische Elektricit?tswerk, RWE, gro? machte: Wirtschaftsgeschichte, spannend und farbig erz?hlt.

Die Konzerne waren so m?chtig, dass sie bis ins Dritte Reich hinein das Entstehen rechtlicher Regeln verhindern konnten, die sie bei ihren Kartellabsprachen nur behindert h?tten. Die Erkl?rung ist einfach: Sie geh?rten, wie auch die Stadtwerke, weit ?berwiegend dem Staat, der nat?rlich kein Interesse hatte, seine Wirtschafttst?tigkeit einzuengen. Erst die Nazis wollten mit ihrem Energiewirtschaftsgesetz von 1935 Preise regulieren; f?r die Aufr?stung.

Nach dem Krieg entstand unter dem Druck der Alliierten ein Kartellgesetz - aber nicht f?r die Energiewirtschaft. Erst die Liberalisierung - auf Druck aus Br?ssel - schob die Gesetzesarbeit an: das Kartellgesetz, das Energiewirtschaftsgesetz, im Jahr 2005 dann zahlreiche Verordnungen. Dem Staat gef?llt die Regelungswut, die Komplexit?t nimmt zu...

Aber das Buch erz?hlt die Entwicklung anhand zahlreicher konkreter Streitf?lle, differenziert, trotzdem ?bersichtlich - und immer spannend. Einen derartigen ?berblick gab es bisher nicht. Dabei ist er ?berf?llig, weil sich der Klimaschutz nicht nur auf den Aufstieg der Erneuerbaren Energien auswirkt, mit dem der Abstieg der Stromkonzerne einher geht. Die rechtlichen Regeln betreffen immer mehr Menschen: Verbraucher, Windkraft- und Photovoltaikbetreiber, die dahinter stehenden Industrien etc.

Deswegen fehlt auch die aktuelle Auseinandersetzung nicht, der Kampf um die Energiewende, die Laufzeitverl?ngerung der Atomkraftwerke und der Anpassungsdruck f?r jeden von uns. Das Buch hilft, all das besser zu meistern.


Der Autor - geboren im Kriegsjahr 1941, erfolgreicher Rechtsanwalt, der abgelehnte Lehramtsbewerber bis zum Europ?ischen Gerichtshof f?r Menschenrechte vertritt, Numerus-clausus-Opfer, durchgefallene Mediziner...
Aus seinen Prozessen vor dem Bundesverfassungsgericht entstanden wichtige Impulse f?r die jeweiligen Rechtsgebiete. Einem spektakul?ren Prozess vor dem Bundesverfassungsgericht, in dem er 150 ostdeutsche St?dte vertrat, verdanken diese ihre Stromstadtwerke, die die letze Regierung der DDR, sekundiert von Bonn, schon an die westdeutschen Stromkonzerne verkauft hatte.
Daraus und aus zahlreichen gewonnenen Musterprozessen entstand die europaweit gr??te Kanzlei von Rechtsanw?lten, Steuerberatern und Wirtschaftspr?fern, die sich auf das Energierecht konzentriert.
Von diesen praktischen Erfahrungen lebt das Buch - und gewinnt eine gro?e Farbigkeit. Man versteht nicht nur besser, warum die neuen Bundesb?rger des Jahres 1990 ein durchaus differenziertes Bild vom Einigungsprozess haben.
Man versteht auch besser, wie die Stromkonzerne die gro?en Gesch?fte betrieben - und wie ihnen der Rechtsstaat zunehmend das Handwerk legt.